Das Oma-Projekt - Anne Fine

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Iwan, Sophie, Tanja und Nicholas Harris sind gar nicht begeistert, dass ihre geliebte Granny ins Altenheim soll. Um das zu verhindern schmieden sie einen Plan gegen ihre Eltern. Sie helfen nicht mehr im Haushalt, täuschen Alpträume zu den unpassendsten Zeiten vor und zu allem Übel schreibt Iwan alles was im Zusammenhang mit seiner Granny und seinen Eltern passiert auf und macht eine Familienstudie für den Sozialkundeunterricht daraus.

Es dauert allerdings nicht lange bis die Eltern hinter das kleine Projekt ihrer Sprösslinge kommen und schon wird der Spieß umgedreht. Granny darf bleiben, aber die Kinder müssen sich um sie kümmern und all das tun, was ihre Eltern nicht tun müssten, wäre Granny im Altenheim. Außerdem gibt Iwan sein Sozialkundeprojekt nicht in der Schule ab an der auch sein Vater arbeitet, weil es in sehr privater Weise die Probleme und Konflikte zwischen den Generationen aufzeigt. Stattdessen nutzt er die neue Nähe zu Granny und schreibt Dinge über ihr Leben auf, was ich sehr schön zu lesen fand.

Anfangs macht es allen Kindern Spaß sich um ihre Granny zu kümmern, sie sind ganz begeistert von ihrer neuen Aufgabe. Aber mit der Zeit merken sie, dass sie nicht mehr zum Schwimmen können, weil Granny immer irgendwas haben will, dass sie keine Zeit mehr für ihre Freunde haben und dass es ihnen so doch nicht gefällt. Also fasst Sophie einen neuen Plan.

Als sie sich dann gerade mit den Eltern geeinigt haben, wie es gehen kann, dass alle genug Freizeit haben und Granny trotzdem bei ihnen bleiben kann, stirbt die alte Dame. Das Buch ist in einem Stil geschrieben, an den ich mich zuerst etwas gewöhnen musste, aber ansich ist die Geschichte doch sehr rührend geschrieben und zeigt, dass es manchmal nicht ganz einfach ist mit vielen Generationen zusammen zu leben, auch wenn man sich lieb hat.


Bewertung:


26.1.07 21:00, kommentieren