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Das Oma-Projekt - Anne Fine

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Iwan, Sophie, Tanja und Nicholas Harris sind gar nicht begeistert, dass ihre geliebte Granny ins Altenheim soll. Um das zu verhindern schmieden sie einen Plan gegen ihre Eltern. Sie helfen nicht mehr im Haushalt, täuschen Alpträume zu den unpassendsten Zeiten vor und zu allem Übel schreibt Iwan alles was im Zusammenhang mit seiner Granny und seinen Eltern passiert auf und macht eine Familienstudie für den Sozialkundeunterricht daraus.

Es dauert allerdings nicht lange bis die Eltern hinter das kleine Projekt ihrer Sprösslinge kommen und schon wird der Spieß umgedreht. Granny darf bleiben, aber die Kinder müssen sich um sie kümmern und all das tun, was ihre Eltern nicht tun müssten, wäre Granny im Altenheim. Außerdem gibt Iwan sein Sozialkundeprojekt nicht in der Schule ab an der auch sein Vater arbeitet, weil es in sehr privater Weise die Probleme und Konflikte zwischen den Generationen aufzeigt. Stattdessen nutzt er die neue Nähe zu Granny und schreibt Dinge über ihr Leben auf, was ich sehr schön zu lesen fand.

Anfangs macht es allen Kindern Spaß sich um ihre Granny zu kümmern, sie sind ganz begeistert von ihrer neuen Aufgabe. Aber mit der Zeit merken sie, dass sie nicht mehr zum Schwimmen können, weil Granny immer irgendwas haben will, dass sie keine Zeit mehr für ihre Freunde haben und dass es ihnen so doch nicht gefällt. Also fasst Sophie einen neuen Plan.

Als sie sich dann gerade mit den Eltern geeinigt haben, wie es gehen kann, dass alle genug Freizeit haben und Granny trotzdem bei ihnen bleiben kann, stirbt die alte Dame. Das Buch ist in einem Stil geschrieben, an den ich mich zuerst etwas gewöhnen musste, aber ansich ist die Geschichte doch sehr rührend geschrieben und zeigt, dass es manchmal nicht ganz einfach ist mit vielen Generationen zusammen zu leben, auch wenn man sich lieb hat.


Bewertung:


26.1.07 21:00, kommentieren

Ismael - Daniel Quinn

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Das Buch fängt damit an, dass ein Mann die Zeitung aufschlägt und über eine Anzeige stolpert, in der jemand einen Schüler sucht, der ernsthaft daran interessiert ist die Welt zu retten. Und genau das macht den Mann wütend, weil er dahinter wieder irgendeinen Guru vermutet, der aus der Angst der Leute Profit schlagen will. Aber genau das macht ihn auch neugierig und so geht er zu der angegebenen Adresse.

Was er da allerdings vorfindet ist alles andere als das womit er gerechnet hat. Er betritt einen - bis auf einen Schreibtisch, einem Bürostuhl und einem Bücherregal - leeren Raum, in dem es überdies noch wie in einer Menagerie riecht. Und als sich der vermeintliche Lehrer auch noch als Gorilla entpuppt ist der Mann vollends verblüfft.

Nach und nach zieht der Gorilla Ismael den Mann aber in seinen Bann. Von ihm lernt der Mann über sich, die Menschen im Allgemeinen und ihre Rolle in der Welt nachzudenken. Auf sehr interessante Art und Weise fängt man auch selbst an, mal über die Überheblichkeit der Menschen nachzudenken und dringt mit jeder Seite tiefer in die menschlichen Überzeugungen, dass er der Herr der Welt ist, ein und fragt sich, ob wir nicht doch im Unrecht sind.

Natürlich weiß man eigentlich schon, dass es so wie die Welt sich im Moment dreht nicht weitergeht, aber man vermeidet meistens sich darüber Gedanken zu machen. Ismael macht dem Mann - oft auf etwas schwer zu verstehende Weise - klar, dass es wichtig ist über all das nachzudenken und es endlich mal in die Hand zu nehmen, damit sich etwas ändert und die Welt gerettet wird - für alle, nicht nur für die Menschen.

Ich fand das Buch sehr interessant, aber teilweise doch ein bisschen langatmig. Woran das genau lag, kann ich nicht sagen, denn irgendwie berührt es einen schon, was man von Ismael erfährt. Allerdings würde ich das Buch nicht unbedingt als Urlaubslektüre lesen!


Bewertung: bis


31.1.07 21:38, kommentieren